Das erste Gebäude auf dem denkmalgeschützen Gutshofensemble wird seit dem Frühjahr saniert: der Thünenstall. Erbaut als Pferdestall 1815 zu Zeiten Johann Heinrich von Thünens, hat das imposante Fachwerkgebäude im Verlaufe von zwei Jahrhunderten einiges erlebt: Nachdem es als Pferdestall ausgedient hatte, bot es nach dem Zweiten Weltkrieg an die 100 Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf. Später in den 1960er Jahren, schon zu LPG-Zeiten, wurde es als Schweinestall genutzt und dabei echt heruntergewirtschaftet… – 1985 sollte ein Abriss durchgesetzt werden, aber Museumsgründer und -direktor Rolf-Peter Bartz und seine Mitstreiter konnten dies verhindern. Hilfreich war da auch die Fürsprache der Tellower, die den ehemaligen Stall als „Bauernstube“ nutzen wollten. Mit viel Einfallsreichtum wurde das Gebäude gerettet; es war die Geburtsstunde der „Thünen-Pogge-Begegnungsstätte“, so wie wir sie im Thünen-Museum-Tellow seit 1991 kannten.

2017 wurde wieder überlegt, ob und wie der Thünenstall trotz maroder Wände und Gebälk gerettet werden kann. Der Verein der Freunde und Förderer des Thünen-Museums-Tellow e.V. und die Thünengesellschaft Tellow e.V. kämpften für den Erhalt, damit der Ort nicht sein Gesicht verliert. Eine finanzielle Unterstützung kam indes nicht infrage.

Der Landkreis Rostock hat sich als Eigentümer der denkmalgeschützten Gutshofanlage Thünengut Tellow für den Erhalt entschieden – eine große Leistung in der heutigen Zeit.

Der Thünenstall im November
Sanierungsarbeiten am Thünenstall

Ein Kommentar zu „Sanierungsarbeiten am Thünenstall

  • 22. November 2022 um 23:11
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    Schön, dass es endlich aufwärts geht!!!

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